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Modeln
In meiner Design-Werkstatt verwende ich für den Handdruck
lichtechte, lösungsmittelfreie Farben und handgestochene Holzmodeln.

Historisches zum Kunsthandwerk des Formstechers:

Der Beruf der Formstecher war vor vielen Jahrhunderten hoch qualifiziert
und anerkannt, die Lehrzeit betrug fünf Jahre. Die darauf folgenden
Wanderjahre führten die Gesellen bis nach London und Paris. Von ihren Reisen
brachten sie zahlreiche Ideen für "moderne" Muster mit. Als hoch
spezialisierte Arbeiter waren die Formstecher allseits sehr begehrt und
selbstbewusst.

Von der Kunst des Formstechens:

Eine Druckmodel besteht aus mehreren Schichten Holz: Birnbaum, Ahorn oder
Buchsbaum bilden die Trägerschicht. Für die zweite bis vierte Schicht wird
weiches Holz verwendet, zum Beispiel Tanne. Das Holz wird um 90 Grad
versetzt verleimt, um ein Verziehen durch das häufige Auswaschen zu
verhindern.

Um ein Muster auf einen Holzblock zu übertragen, wird dieses auf
Gelatinefolie geritzt und mit Russ abgerieben. Die musterbildenden Teile
werden farbig ausgemalt, sie bleiben beim fertigen Model als Erhöhung
erhalten und nehmen daher die Farbe auf. Darum bezeichnet man dieses
Druckverfahren "Hochdruck". Die Flächen zwischen den Motiven werden aus dem
Holz mittels Hohleisen, Stichel und Messer herausgestemmt bzw. geschnitzt.
Der Formstecher schlägt zusätzlich Blechstreifen ein, um eine feinere
Musterung zu ermöglichen.